In Erinnerung an unsere verstorbenen Vorstandsmitglieder

 

Ein Verein wird getragen von den Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zeit, Kraft und Leidenschaft in die gemeinsame Sache zu investieren. Unsere Vorstandsmitglieder haben nicht nur mitgedacht, sondern mitgestaltet – sie haben Entscheidungen getroffen, Weichen gestellt und mit ihrem Engagement die Geschichte unseres Vereins geprägt. 

 

Mit ihrem unermüdlichen Einsatz haben sie Spuren hinterlassen, die weit über ihre Amtszeit hinausreichen. Ihnen verdanken wir vieles von dem, was unseren Verein heute ausmacht. 

 

Wir erinnern uns voller Dankbarkeit und Respekt an unsere verstorbenen Vorstandsmitglieder. Ihr Wirken bleibt lebendig in unserer Gemeinschaft, ihre Verdienste bleiben unvergessen. 

Roland Harting

Der RWS musste Abschied nehmen von seinem Sportwart und Equipagenmitglied Roland Harting. Im Kreise seiner Liebsten verstarb Roland Harting am 7. September 2025 im Alter von nur 54 Jahren. 
Die Nachricht von seinem Tod hat den RWS tief erschüttert. Mit Roland verlieren wir nicht nur einen engagierten Sportler, sondern auch einen treuen Freund und einen wertvollen Menschen. Seine positive Lebenseinstellung, sein Humor und seine unerschütterliche Fröhlichkeit werden uns immer in Erinnerung bleiben.
Viele von uns denken an die Equipagenjagden zurück, bei denen er in den abendlichen Feierstunden das Publikum mit seinen Saxophonklängen verzauberte.
Roland trat 1997 in den RWS ein, ritt seit 2008 in der Equipage und übernahm 2021 das Amt des Sportwartes. „Es gibt einfach nichts Schöneres, als mit unseren Hunden an der
Lippe entlangzugaloppieren“, so beschrieb er einmal seine Passion. Er war ein Reiter, der stets auf den temperamentvollsten Pferden saß – und sie dennoch mit Leichtigkeit und Eleganz führte. Damit stach er im Feld heraus und prägte das Bild der Equipage.
Sein Herz schlug für den Reitsport, insbesondere für die Vielseitigkeit. Roland gehörte zum Gold-Team bei den Europameisterschaften der ländlichen Vielseitigkeitsreiter und bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften und wechselte später auf die Trainerseite für diese Teams.
Auch der RWS verdankt ihm viel. Als Initiator und treibende Kraft des „RWS Cross-Country Day“ setzte er ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung unseres Vereins. Mit diesem Format gelang es ihm, den Vielseitigkeitssport mit den Traditionen der Jagdreiterei zu verbinden – ein Erfolgsmodell, das überregional Beachtung fand und die
Nachwuchsarbeit für den RWS nachhaltig bereicherte.
Roland packte an, wo Hilfe gebraucht wurde – sei es bei der Organisation der Jagdreitertage, bei der Vorbereitung des Cross-Country Days mit seinem Sohn und vielen Helfern oder ganz praktisch beim Besorgen von Hindernissen und Getränken.
Sein Einsatz, seine Tatkraft und seine Begeisterung waren ansteckend und hinterließen spürbare Spuren im Vereinsleben. Schwarzenstein stand für ihn für Jagdreiterei, Gemeinschaft und Geselligkeit – und so wollen auch wir ihn in Erinnerung behalten.
Der RWS ist dankbar für die vielen Jahre mit Roland, für sein Wirken und seine Freundschaft. Seine positive Ausstrahlung wird uns in jeder Lebenslage ein Vorbild bleiben. In diesen schweren Stunden des Abschiednehmens sind wir gedanklich an der
Seite der Familie.

Dirk Schneider

Der RWS musste Abschied nehmen von seinem Ehrenmitglied Dirk Schhneider. Er starb am 06. September 2025 nach langer schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie. Sein unermüdliches Wirken um das Wohl seiner Familie und um die Förderung des Reitsportes wird uns stets ehrend in Erinnerung bleiben. Mit seinem Tod verliert der RWS nicht nur einen Mentor der Jagdreiterei, sondern auch einen wertvollen Freund, der stets zur Stelle war, wenn es galt, die sportlichen Belange der Jagdreiterei zu fördern.
Viele Jahre war er Mitglied im RWS, ritt ca. 800 Jagden im springenden Feld und freute sich ganz besonders, als er 2022 zum Ehrenmitglied des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdvereins e.V. ernannt wurde.
20 Jahre war Dirk Schneider Sportwart des RWS. Training, Strecke, Aufbau, Ablauf und Wettkampf – Dirk Schneider war hier unermüdlich als Motivator und Organisator der RWS-Geländeritte. Dies galt auch für die Jagdreitertage, an denen er alljährlich vor der Jagdsaison als Trainer Übungseinheiten in Schwarzenstein ausrichtete. Alljährlich
veranstaltete er erbenfalls sehr sportliche Jagden – rund um den Rodderberg und in früheren Jahren auch in Ettenhausen.
Dirk, wir werden Dein fröhliches Lachen und Deine Begleitung an diesem Tag ganz besonders vermissen!
Wir nehmen Abschied und verneigen uns vor einem wunderbaren Freund, der unsere Jagdreiterei im RWS viele Jahre lang maßgeblich mitgeprägt hat.

Franz Peter Coenen

Der RWS musste Abschied nehmen von seinem Ehrenmitglied Fanz Peter Coenen.
Am 22. Oktober 2023 verstarb Franz Peter Coenen im Alter von 91 Jahren. 
Vor fast genau 60 Jahren nahm Franz Peter Coenen das erste Mal an einer Schleppjagd teil – damals in Breitscheid. Dieses Erlebnis war der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft, die nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Familie bis heute prägte. Es mögen wohl weit über 800 Jagden gewesen sein, die auf diese Premiere folgten.

Kurz nach dem Umzug des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdvereins von Hugenpoet nach Schwarzenstein (1962) bezog die Familie Coenen die Wohnung direkt am Jagdgelände – in unmittelbarer Nachbarschaft zu den RWS Kennels. Das Geläut der Foxhounds im Ohr: für Franz Peter Coenen standen die Hunde stets im Mittelpunkt seiner Jagdleidenschaft. Die Optimierung der Zucht, die Aufzucht und die Ausbildung der Hunde wurden zu seinen großen Steckenpferden. Wer erinnert sich nicht daran, wie er die Hunde liebevoll mit „Mäuse, Mäuse!“ rief?

Jahrzehntelang ritt er in der Equipage, Seite an Seite mit vielen Weggefährten und Vereinslegenden. Ab 1994 nahm er die Position des Vizemasters ein, bevor er im Jahr 2000 seine aktive Karriere in der Equipage beendete. Für sein Engagement und seine Verdienste verlieh ihm der RWS im Jahr 2001 den Titel „Ehrenmitglied der Equipage“. Mit seinem Pferd „Indian Summer“ verband ihn eine ganz besondere Partnerschaft, an die er sich stets gerne erinnerte.

Seine besondere Art, Gäste anzusprechen und ihnen das Gefühl von Willkommen zu geben, machte ihn zu einem wichtigen Botschafter unseres Vereins. Viele Jahre prägte er außerdem die Gestaltung des jährlichen Jagdkalenders, den er bis 2013 mit großem Fachwissen, Humor und Liebe zum Detail betreute. Seine Formulierungen und Beschreibungen bringen uns bis heute zum Schmunzeln.

Mit ihm verliert der Rheinisch-Westfälische Schleppjagdverein nicht nur einen passionierten Jagdreiter, sondern auch einen engagierten Förderer, Mentor und Freund. Der Club war ihm stets ein besonderes Anliegen, und wir haben ihm in vielerlei Hinsicht viel zu verdanken.

Franz Peter Coenen bleibt Gedanken bei uns – bei jedem Horrido, bei jedem Geläut der Hunde. Sein Credo gilt weiter: „Die Hunde zuerst!“

Die Mitgliederinnen und Mitglieder des RWS werden Franz Peter Coenen stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Günther Dörken

Der RWS musste Abschied nehmen von seinem Ehrenmaster Günther Dörken.
Günther Dörken verstarb am Samstag den 11. Februar 2023 im Alter von 
83 Jahren.
Der liebe Verstorbene war mehr als sechs Jahrzehnte Mitglied des Rheinisch-Westfälischen- Schleppjagdvereins. 1957 trat Günther Dörken in den Club ein und unterstützte und formte den RWS maßgeblich. Seine Patentante Josi Peddinghaus empfahl den jungen Mann mit den Worten: „Der kann reiten und er ist was für die Hunde!“
Ab 1976 war er Mitglied der Jagd-Equipage. 1980 wurde er zum Joint Master berufen. 1996 legte er das Amt des Masters of Hounds nieder. In der aktiven Masterzeit prägte er die Art der Schleppjagd maßgeblich. Ihm verdanken wir die Anfänge einer neuen Art des Schleppens, bei dem die Hunde mit „Ecken“ und „Bögen“ einen längeren Weg auszuarbeiten und zu laufen hatten. Wer erinnert sich nicht auch an SEINE besondere Art, den Beginn der Schleppe zu kennzeichnen: Ein zerknülltes Tempotuch auf dem Boden!
Bei einer Jagd in der Senne verunglückte er schwer. Aufgeben kam für ihn nicht in Frage; Günther Dörken kämpfte sich ins Leben zurück und unterstütze die Equipage weiterhin und übernahm die Aufgabe des Schleppers. Springen sollte oder wollte er nicht mehr. Wie viele von Ihnen wissen, hielt er sich (fast) immer daran. 2006 gab er den Staffelstab endgültig ab; Günther Dörken legte zum letzten Mal die Schleppe für die Hounds des RWS.
Nicht nur innerhalb der Equipage unterstütze der Verstorbene den RWS. Von 1983 – 2009 war er in verschiedenen Vorstandsämtern tätig. Zuletzt als Clubsekretär. Dabei denken wir alle gerne an seine Rundschreiben mit tollen Karikaturen und Weisheiten, passend zu unserer Jagd in rot.
Für Günther Dörken war die Schleppjagd eine Herzensangelegenheit. Daher wundert es nicht, dass er von 1977 – 2002 im Dachverband der Deutschen Schleppjagdvereinigung aktiv war. Von 1989 – 2002 stand er dieser wichtigen Vereinigung als Vorsitzender vor.
Seine Erfahrungen und Erlebnisse fasste er in dem Buch „Jagdreiten“ zusammen. Ein lesenswertes, zeitloses Werk.
Für seine Verdienste um die Jagdreiterei wurde der Verstorbene mit der Ehrennadel mit Lorbeerkranz des Pferdesportverbands Rheinland ausgezeichnet.
Mit dem ihm eigenen Scharm verteidigt Günther Dörken Tradition um die Jagdreiterei und insbesondere die Werte des RWS mit Überzeugung.
Der Rheinisch-Westfälische Schleppjagdverein hat dem Verstorbenen viel zu verdanken! Wir
verneigen uns vor seiner Schaffenskraft und den Einsatz für unseren Club. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Kontakt

Sie haben Interesse mal hinter der Meute des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagd

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